Das ist sicher ein eigenartiges Thema für Vermittler zum Wochenstart. Der Wandel zwischen Handwerk und Fabrikfertigung liegt bereits einige Jahre zurück, über mehrere Jahrhunderte verteilt in die frühe Neuzeit. Es entstanden Manufakturen, zum Beispiel für die Herstellung von Seide, Spielkarten und viele andere Waren. Die sehr bekannte Porzellanmanufaktur Meißen wurde zum Beispiel 1710 gegründet.
Zwei Manufaktur-Varianten entstanden damals.
- In Variante 1 wurden verschiedene Gewerke unter einem Dach zentral zusammengefasst und arbeiteten fortan in einer gemeinsamen Zielrichtung, die allen Beteiligten nützte.
- In Variante 2 wurde ein Gewerk immer kleinteiliger zergliedert. Die verschiedensten Tätigkeiten eines Handwerks wurden in viele Teilschritte unterteilt, jeder für sich hochspezialisiert.
Beide Formen hatten die Arbeitsteilung zum Ziel, die sich letztlich zu einem funktionierenden Ganzen zusammenfügt. Am Ende stand die Vorstellung, insgesamt produktiver zu arbeiten. Natürlich war die Manufakturzeit in der Entwicklung alles andere als das Ende vom Lied. Sie war insbesondere unter dem Aspekt der technischen, insbesondere aber gesellschaftlichen Entwicklung nur eine Etappe.
Was bleibt? Die Neuorganisation der Arbeitsabläufe hatte mehr Effizienz, geringere Kosten, also letztlich mehr Gewinn zum Ziel. Final stand das industrialisierte Arbeiten, diverse Entartungen wurden über die Jahre durch gesetzliche Regelungen und die gesellschaftliche Weiterentwicklung korrigiert.
So frage ich Sie: Wie steht es in Ihrem Betrieb, in Ihrer Arbeit?
- Haben Sie die Abläufe Ihrer Vertriebstätigkeit zergliedert?
- Haben Sie die Aufgaben auf bestens geeignete Mitarbeiter verteilt?
- Haben Sie all die Aufgaben im BETRIEB von denen im VERTRIEB getrennt?
- Setzen Sie sich als Top-Verkäufer wirklich maximal im Vertrieb ein?
- Vermeiden Sie konsequent, sich durch die Übernahme der „falschen Aufgaben“ unter Wert zu verkaufen?
Auch wenn diese Zeit ansonsten Jahrhunderte zurückliegt: Haben Sie Ihre Manufaktur-Zeit bereits eingeleitet?
Von den Entwicklungstagen auf Rügen
grüßt Sie ganz herzlich
Ihr Steffen Ritter
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des Institut Ritter – Bildbericht

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